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Warum Linux?

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Über die Vor- und Nachteile von Linux wird viel in den Medien berichtet. Sehr oft findet man Testberichte über Distributionen. Dieses berichten dann wie leicht oder schwer sich Distribution xy installieren läßt. Gern wird auch darüber berichtet, ob Linux- oder Windowslizenzen billiger in der Anschaffung sind. Aber die meiner Ansicht nach qualitativen Argumente, die Linux von anderen Betriebssystemen unterscheiden, werden nicht als solche herausgestellt:

  • Linux ist eine disruptive Innovation
    • Linux ist ein Baukastensystem
    • Linux steht unter der GPL

Linux ist eine disruptive Innovation

Die Geschichte der Neuzeit ist eine Geschichte der Erfindungen: Düngemittel, Antibiotika, das Internet, Farbstoffe, der Computer ... Erfindungen lassen sich klassifizieren. Ein Typ von Erfindung ist die disruptive Innovation. Was bedeutet das? Eine disruptive Innovation ist eine Erfindung, die andere Erfindungen durch einen qualitativen Vorteil verdrängt. Ich möchte zwei Beispiele nennen: Einmal die Verdrängung des Pferdes als Transportmittel durch das Auto. Zum anderen das Aussterben des Minicomputers (z.B. VAX) durch den Personal Computer. Linux ist u.a. wegen seinem Baukastensystems und der GPL eine disruptive Innovation.

Linux ist ein Baukastensystem

Wenn man sich Windows (oder einen Mac ....) zulegt, so habe ich eine Lösung von der Stange. Wenn ich damit zufrieden bin, habe ich Glück. Änderungsmöglichkeiten sind stark eingeschränkt. Linux ist im Gegensatz dazu ein Baukastensystem. Ich kann mir eine Lösung zusammenbasteln, die genau meinen Bedürfnissen entspricht. Dies ist für Poweruser natürlich verlockend, aber der Linux-Novize wird meistens von den Möglichkeiten erschlagen.

Linux steht unter der GPL

Die meisten Programme sowie der Linux-Kernel stehen unter der GPL. Diese Lizenz wird in den Medien meisten mit kostenloser Software übersetzt. Dies ist zwar ein angenehmer Nebeneffekt der GPL, aber das eigentliche "Killer-Argument" liegt vor anders. Ich möchte dazu einen Ausflug in die Naturwissenschaften machen. Dort wird Wissen in den wissenschaftlichen Journalen veröffentlicht. Das hat zur Folge, daß a) nicht jeder bei Null anfangen muß, sondern zu jeder Fragestelle recherchieren kann, was zu seiner Fragestellung schon veröffentlicht wurde und b) publizierte Resultate von anderen bewertet wird. Dies wird oft als "Peer-Review" bezeichnet.

Diese gleichen Mechanismen greifen auch bei Software-Entwicklung unter der GPL. Da der Source-Code veröffentlicht wird, braucht ein Entwickler nicht bei Null zu starten. Er kann auf die Entwicklungen seiner Vorgänger zurückgreifen. Dadurch das die Quellen veröffentlicht werden, unterliegen GPL-Programme einen Peer-Review. Daher erhalten GPL-Programme einen Qualitätsvorsprung, die Closed-Source Programme nicht haben.

 

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