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Nise3120 als Router

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Im Mai 2008 beschloß mein alter Router, sein Leben im Computerhimmel fortzusetzen. Und ich brauchte damit einen neuen Router, der bei mir zwischen DSL und LAN hängt.

Ich habe einen DSL 2000 KBit Downstream Anschluß.  Die Erfahrung zeigte, daß ein VIA C3 für eine solche Bandbreite mehr als ausreichend ist. Mein alter Router (Via C3/ 500 MHz) war immer Minimum 95 % idle, selbst bei einem dist-upgrade im LAN. Eine weitere Lektion war die Erkenntnis, daß ein 2.5''-Laufwerk in einem Router keine gute Idee ist. Daher sollte der neue Router mit einer CF-Card laufen. Für die neue Hardware wurde das folgende Suchprofil erstellt:

  • Hardware sollte unter Linux, speziell Debian, laufen
  • Hardware sollte für 24x7 Einsatz ausgelegt sein
  • keine bewegten Teile, also keine Lüfter und statt einer Festplatte eine CF-Card
  • geringer Stromverbrauch (~10 W), also z.B. einen  Via C3 oder ein AMD Geode als CPU
  • Computer sollte vollständig oder mindestens ein Barebone sein 

 

Einen normalen PC zu kaufen ist trivial. Aber einen Computer mit diesem Suchprofil zu finden war nicht einfach. Mehrstündiges Googeln lieferte mehrere mögliche Kandidaten. An der Spitze der Liste stand der ALIX1D, für das es diverse Linuxinstallationsbeiträge gibt. Dummerweise war das ALIX nicht lieferbar. Daher wurde die neue Hardware ein Nise 3120 von Nexcom mit einem 500 MHz AMD Geode.

Nise 3120

 

Bei diesem Rechner ist die CPU über ein Pad mit dem Gehäuse verbunden. Das Gehäuse dient damit als CPU-Kühler.

Die Montage war simpel. Oberer und unterer Gehäusedeckel entfernt und die 2 GB CF-Card sowie ein 512 MB RAM-Riegel eingesteckt. Fertig!

Im BIOS wurde eingestellt, dass das Gerät automatisch booten sollte. D.h. nach einem Stromausfall fährt der Router von selber wieder hoch. Des weiteren wurde im BIOS als Bootmedium Extern USB ausgewählt.

An den USB-Anschluß wurde ein externes USB DVD-Drive mit eigener Stromversorgung angeschlossen. Die Debian Etch Installations-DVD wurde nicht bei jedem Boot erkannt. Wenn sie aber erkannt wurde, dann lief die Installation einwandfrei durch. Es wurde eine Minimalinstallation durchgeführt. Es gab keinerlei Treiberprobleme.

Nun hat eine CF-Card eine begrenzte Lebensdauer bei Schreibzyklen. Daher sollten sich oft ändernde Teile des Dateisystems, z.B. /var/log, auf einer RAM-Disk (Tmpfs) abgelegt werden [1] [2]. Bei einem Reboot sind die Daten in einer RAM-Disk natürlich weg. Damit Verzeichnisse auf ein Tmpfs Dateisystem verlagert werden, muß nur die Fstab editiert und neu gebootet werden. Folgende Zeilen wurden in der Fstab ergänzt:

tmpfs           /dev/shm            tmpfs      defaults,noatime       0 0
tmpfs           /tmp                tmpfs      defaults,noatime       0 0
tmpfs           /var/lock           tmpfs      defaults,noatime       0 0
tmpfs           /var/log            tmpfs      defaults,noatime       0 0
tmpfs           /var/run            tmpfs      defaults,noatime       0 0
tmpfs           /var/tmp            tmpfs      defaults,noatime       0 0
tmpfs           /etc/network/run    tmpfs      defaults,noatime       0 0

 

Der neue Router läuft nun seit einem Jahr 24x7 ohne Probleme.

 

 

 

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